Wenn dir eine App ein Outfit vorschlägt, hast du wahrscheinlich zwei Erfahrungen gemacht: Entweder es passt — und du fragst dich warum. Oder es passt nicht — und du fragst dich erst recht warum. In beiden Fällen lässt dich der Algorithmus mit einer Black Box zurück. Stilomat macht das anders. Jeder Outfit-Score, den du in der App siehst, ist die Summe von bis zu 22 sichtbaren Regeln. Hier sind sie alle, in Reihenfolge, mit Erklärung — und ohne Schnörkel.
22 Stilregeln, gruppiert in drei Familien: Farbe & Komposition (Regeln 1–8), Proportion & Hierarchie (Regeln 9–14), Anlass, Kontext & You-Faktor (Regeln 15–22). Stilomat zeigt dir pro Outfit welche Regeln erfüllt sind, welche grenzwertig, welche gebrochen — als sichtbare Liste, nicht als Score-Black-Box.
Teil 1 · Farbe & Komposition
Die ersten acht Regeln sind die mathematischen — sie funktionieren auch ohne Geschmack.
Zwei Farben, die im Farbkreis weit voneinander entfernt sind (rot ↔ grün, blau ↔ orange), kontrastieren maximal. Stilomat bewertet die Hue-Distanz zwischen zwei Items: je näher an 180° (echtes Komplementär), desto stärker der visuelle Kontrast.
Drei Töne derselben Farbfamilie (z. B. Camel, Beige, Cream) kombinieren sich zu einem ruhigen, abgestimmten Look. Stilomat erkennt die Farbfamilie über den HSL-Wert und gruppiert Items zu Tone-on-Tone-Layern.
Ein grobes Material (Strick, Cord, Denim) trifft auf ein feines (Satin, Seide, Baumwollbatist). Der Texture-Kontrast macht Tiefe, auch wenn die Farben monochrom sind.
Mehr als drei sichtbare Schichten (T-Shirt + Hemd + Blazer + Mantel = vier) übersteuert das Auge. Stilomat zählt die sichtbaren Layers und warnt ab Schicht vier.
Ein auffälliges Accessoire (große Ohrringe, Statement-Bag, Belt-Buckle) ist der Anker. Zwei davon konkurrieren. Drei zerstreuen den Look komplett.
Wenn oben locker (Oversize-Strick), unten körperbetont (Slim-Jeans). Wenn oben fitted (Body-Top), unten weit (Wide-Leg). Stilomat misst die Silhouetten-Achsen und bewertet das Verhältnis.
Die Aufteilung des Körpers in Oberteil und Unterteil sollte im Verhältnis 1:1 (Cropped-Top + High-Waist) oder 2:3 (Long-Cardigan + Slim-Pants) liegen. Stilomat schaut auf die Bundhöhe und Top-Länge.
60 % Neutral-Base (Beige, Grau, Schwarz, Weiß) + 30 % Akzent-Farbe (gedämpfter Ton) + 10 % Statement (Knall-Detail). Stilomat berechnet die Farbflächen-Anteile pro Outfit.
Diese Regeln in deinem Schrank — automatisch
Stilomat scannt deine Items, weist Farbwerte zu, prüft Texture-Tags und schlägt Outfits vor, die mehr als die Hälfte dieser Regeln erfüllen.
Kostenlos im App Store laden50 Items dauerhaft kostenlos · 14 Tage Premium-Probe · keine Kreditkarte nötig
Teil 2 · Proportion & Hierarchie
Regeln 9 bis 14 — sie machen aus passenden Items ein gutes Outfit.
Jedes Outfit braucht ein Item, das eindeutig zum Wetter passt. Im Winter: ein wärmender Layer. Im Sommer: ein luftiges Statement. Stilomat zieht die aktuelle Wettervorhersage und prüft Saison-Match jedes Items.
Schuhe sind die visuelle Brücke zwischen Hose und Boden. Ihr Ton entscheidet: heller Schuh + dunkle Hose = harter Cut. Schuh-Ton im Hosen-Spektrum = fließender Übergang. Stilomat empfiehlt je nach Look-Intention.
Mischen funktioniert in der Praxis selten gut. Stilomat tagt Accessoires mit Metall-Familie und warnt bei Mischen — außer der Träger hat explizit "Mixed-Metals" als Vorliebe gespeichert.
Mehr als zwei Muster (Streifen + Karo + Floral) konkurrieren visuell. Stilomat erkennt Print-Komplexität und limitiert pro Outfit.
Die Längen sollten gestaffelt sein: die äußerste Schicht ist gleich lang oder länger als die darunter. Eine kürzere Jacke über einem längeren Top ist die einzige bewusste Ausnahme (Cropped-Style).
Stilomat tagt jedes Item mit Anlass-Kategorien. Ein Hoodie ist nicht "Business", ein Anzug ist nicht "Coffee-Date" — auch wenn die anderen Regeln stimmen.
Teil 3 · Anlass, Kontext & You-Faktor
Die letzten acht Regeln machen aus einem guten Outfit dein Outfit.
Stilomat fragt im Onboarding nicht "was willst du verstecken", sondern "was willst du betonen". Ein Item soll einen Körperteil bewusst hervorheben — der Rest ist neutral, nicht versteckt.
Ein Hauttyp ist entweder warm-getönt (gelb-orange Underground) oder kühl (rosa-blau). Stilomat fragt im Profil und sortiert Item-Farben passend. Cool-Type in warm-getöntem Outfit wirkt blass — und umgekehrt.
Eine offene Neckline (V, Spaghetti, Off-Shoulder) braucht entweder gar kein Halsschmuck oder einen feinen, der die Linie verlängert. High-Neck verträgt prominenteres Statement-Piece.
Schwere Materialien (Wolle, Cord, Lederjacke) brauchen schwere Begleiter. Eine seidene Bluse unter einem Wollmantel ist kein Style — das ist Zufall. Stilomat tagt das Gewicht jedes Items.
Pro Outfit ein einziges Anker-Item — das Statement-Stück, das den Look definiert. Zwei Anker konkurrieren um die Aufmerksamkeit, drei bedeuten kein Anker.
Stilomat fragt nach dem ersten Tragen: "Hast du dich darin wohlgefühlt?" Items mit niedrigem Comfort-Score werden in Outfit-Vorschlägen herabgewichtet — egal wie gut die anderen Regeln greifen.
Stilomat trackt deine Wear-Logs und teilt den Kaufpreis durch die Anzahl der Tragen. Items mit hohem Cost-per-Wear (Sale-Käufe, Einmal-Hochzeit-Kleider) werden in Outfit-Vorschlägen sichtbar gemacht, damit du sie endlich nutzt.
Die letzte Regel überschreibt die anderen 21. Stilomat fragt nach jedem Outfit-Tragen: "Würdest du dieses Outfit nochmal so anziehen?" Wenn Nein — egal wie regelkonform es war — wird die Kombination in zukünftigen Vorschlägen ausgeschlossen.
Wie Stilomat das alles berechnet
Keine Black-Box, sondern transparenter Score.
Jede dieser 22 Regeln ergibt für ein vorgeschlagenes Outfit entweder ein ✓ (erfüllt), ein ~ (grenzwertig) oder ein ✗ (gebrochen). Der Stilomat-Score ist die gewichtete Summe — wobei die ersten acht Regeln (Farbe & Komposition) mehr Gewicht haben als die letzten acht (You-Faktor & Kontext). Du siehst pro Outfit nicht nur den Gesamt-Score, sondern auch welche Regeln wo greifen.
Das ist der ganze Unterschied zu Black-Box-Apps: Wenn dir Stilomat ein Outfit zu 92 % empfiehlt, kannst du nachprüfen welche 20 von 22 Regeln "✓" geben — und welche zwei kritisch wurden. Du musst der KI nicht vertrauen. Du kannst sie verstehen.
Häufige Fragen
Sind die 22 Regeln für jeden gleich?
Nein. Die ersten acht (Farbe, Komposition, Proportion) sind universal. Regeln 15–22 personalisieren sich über dein Profil und deine Wear-History.
Was ist mit individuellen Stil-Vorlieben?
Regel 22 (You-Faktor) überschreibt alles. Wenn du Mixed-Metals magst, wird Regel 11 für dich ausgeschaltet. Wenn du gerne 3 Patterns kombinierst, lernt Stilomat das nach 5 Mal "ja" Feedback.
Funktioniert das auch bei kleinem Schrank?
Ja. Stilomat ist ab 10 Items sinnvoll nutzbar und ab 30 Items algorithmisch interessant. Free-Tier deckt bis 50 Items dauerhaft ab.